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Paten für Auszubildende. Wo gibt´s denn so was?

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Habt Ihr einen Paten? NEIN!? Hier in der Sparkasse Elbe-Elster hat jeder Auszubildende einen! Ich möchte Euch mal zeigen, wie das bei uns aussieht.

Was ist ein Pate überhaupt?

Laut einer Definition soll ein Pate oder eine Patenschaft so viel bedeuten wie eine freiwillige Übernahme einer Fürsorgepflicht. Klingt merkwürdig oder? Aber genau das ist es. Eine im Prinzip fremde Person will sich freiwillig um einen Auszubildenden von uns kümmern, aber es ist nicht nur das, es ist noch viel mehr!

Aber zu allererst stelle ich Euch einmal meine Patin vor.

Sie heißt Anett Kockel und absolvierte genau wie ich eine Ausbildung bei der Sparkasse Elbe-Elster. Ihre Ausbildung begann sie 2004 und beendete sie also 2007. Heute arbeitet sie im Firmenkundenbereich und berät gewerbliche Kunden in Finanzierungsangelegenheiten. Dabei kümmert sie sich speziell um Existenzgründer, also z. B. Firmen, die sich noch ganz am Anfang befinden. Ihre Aufgabe hier bei uns finde ich besonders spannend, da man Unternehmen von Anfang an begleiten kann.

Jetzt fragt Ihr Euch sicher, wofür ich bzw. meine Mitazubis einen Paten brauchen oder?

Ganz klar. Gerade am Anfang unserer Ausbildung gab es so viel Neues zu entdecken, wie auch neue Herausforderungen, denen wir uns als frischgebackene Azubis stellen mussten. Um uns den Anfang zu erleichtern, stellte man uns einen erfahrenen Mitarbeiter an die Seite. Sie beantworten alle organisatorischen Fragen, geben uns noch einmal anfängliche Hinweise in Hinsicht auf Kleidung oder eine Erklärung des Gebäudes, denn Ihr wisst gar nicht, wie schnell man sich in unserem Haus verlaufen kann. Wenn ich ehrlich bin, passiert mir das selbst heute noch ab und zu. 😉

Ein anderer Aspekt ist auf alle Fälle auch die praktische und theoretische Erfahrung, die jeder Mitarbeiter mitbringt. Ihr glaubt gar nicht, wie oft ich von Anett ihre Hilfe und ihren Rat in Anspruch nehme. Gerade in produktspezifischen und fachlichen Fragen sitzt man durch dieses System direkt an der Quelle und muss nicht lang nach einer Antwort suchen. Oder wenn ich an den Wechsel vom Gymnasium an die Berufsschule denke, da hatte ich schon 1.000 Fragen. Anett hat jedoch egal in welchem Thema, immer die passende Antwort für mich parat oder weiß, wo sie die herbekommt. 😉

Für mich ist sie einfach die Beste und sie tut was sie kann, um mir zu helfen, mich zu motivieren, wenn mal etwas nicht so läuft wie man sich das wünscht oder um mich zu fördern bzw. weiterzubringen. Zwischen mir und Anett ist über die ganze Zeit eine enge Freundschaft gewachsen, sie ist jetzt sozusagen wie eine Schwester für mich. 🙂 Wir können über Alles reden, egal ob Schule, Ausbildung, Familie oder Freizeit, sie hat immer ein offenes Ohr für mich. Wir versuchen auch ein- bis zweimal im Monat gemeinsam Mittagessen zu gehen und einfach zu quatschen.

Wie wird man überhaupt zum Paten?

Jedes Jahr kurz bevor unsere neuen Auszubildenden in ihr Berufsleben starten, wird bei uns intern eine Umfrage für alle Mitarbeiter gestartet, wer denn gern einen Auszubildenden „adoptieren“ will 😉 bzw. besser gesagt, Pate werden möchte. Und so nimmt dieses Projekt bereits Fahrt auf, indem sich jeder Mitarbeiter dafür freiwillig melden kann. Anett meldete sich also kurz bevor ich meine Ausbildung 2015 startete, dafür meine Patin zu sein. Es ist eigentlich schon ein merkwürdiger Gedanke, dass man am Anfang eine „fremde“ Person an die Seite gestellt bekommt, von der man vorher nur ein Foto gesehen hat. Im Gegensatz zu mir, war Anett bei unserem ersten Treffen auch gar nicht nervös. Das lag wahrscheinlich aber auch daran, dass ich bereits ihr 2. Patenkind bin und sie bereits wusste, wo der Hase lang läuft. Am ersten Tag musste man sich auch erst einmal kennenlernen, doch ich kann Euch sagen, bei uns hat es von der ersten Sekunde an gepasst.

Welche Erfahrungen hat Anett bereits mit diesem Projekt gemacht?

Anett mag dieses Patensystem besonders gern, da es so etwas zu ihrer Ausbildungszeit noch nicht gab. Auszubildende hatten so auch keine Vertrauensperson, zu der sie gehen konnten, wenn vielleicht auch mal gerade etwas nicht so läuft oder man eine Frage hatte. Sie selbst hat auch das Gefühl, dass es uns Azubis viel bringt, genauso wie ihr, da sie über viele Themen selbst noch einmal nachdenken muss, die das letzte Mal vielleicht in ihrer Ausbildung eine Rolle spielten. Aus ihrer Sicht ist es halt auch einfach ein Angebot an mich und ihr anderes Patenkind, das wir mit Freude annehmen.

Für manche von uns ist der Pate ein besonders wichtiger Baustein in der Ausbildung. Ihr fragt Euch für wen?

Für unsere EU-Azubis sind ihre Paten unersätzlich. Unsere EU-Azubis kommen aus den verschiedensten Ländern: Spanien, Bulgarien, Polen und noch viele mehr. Oft können sie, wenn sie nach Deutschland kommen, noch kein Deutsch oder nur ansatzweise und brauchen noch viel Unterstützung, die dann nicht nur die Ausbildung betreffen. Gerade in der Sprache und im Alltag sind deren Paten eine wichtige Stütze. Sapha z. B. lebte am Anfang ihrer Ausbildung bei ihrer Patin, um erst einmal in Deutschland anzukommen. Safae ist eine Spanierin, die ihren Weg zu uns fand und unser Azubi-Leben mit ihrer Kultur und Sprache bereichert. Aber von Safae, ihrer Patin und ihrem Weg zur Sparkasse Elbe-Elster berichte ich euch beim nächsten Mal.

Also nicht verpassen, denn so was habt Ihr noch nicht gelesen. 😉

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