Ausbildung Bewerbung

Hallo ! Hola ! Cześć ! Guten Tag ! Hello! Buenos días!, Ich glaube ich verstehe nur Spanisch :)

Wie ich Euch ja bereits angekündigt habe, möchte ich Euch heute von unseren EU-Azubis erzählen und von einer ganz besonders viel. 🙂

EU-Azubis nennen wir Auszubildende, die aus einem anderen Land kommen und hier bei uns ihre Ausbildung machen. Ihr meint Ihr habt Sie noch nie bei uns in der Sparkasse gesehen? Das liegt dann wohl daran das man die meisten nur noch an ihrem Akzent erkennt, da sie hier bei uns so schnell Deutsch lernen 🙂 Bei der Sparkasse Elbe-Elster gibt es schon einige EU-Azubis aus ganz unterschiedlichen Ländern wie z. B. Polen, Bulgarien, Griechenland etc. Eine ganz neue Auszubildende aus dem jetzigen 1.Lehrjahr möchte ich Euch mal etwas genauer vorstellen und zwar Safae El Malha Ghailan. Ich habe mich mit ihr zu einem Interview getroffen um mehr zu erfahren, aber lest doch selbst:

Wie alt bist und aus welchem Land kommst Du?

Ich bin jetzt 22 Jahre alt. Ich komme aus Spanien, aber ich bin in Marokko geboren, deshalb bin ich Marokkanerin. Neben marokkanisch spreche ich spanisch, englisch und ein bisschen italienisch. Jetzt möchte ich gern Deutsch lernen.

Was sind Deine Hobbies?

Meine Hobbies sind Schwimmen, Kochen, Reisen und neue Kulturen kennen lernen. Seit ich in Deutschland lebe, ist auch das Fahrrad fahren mein Hobby geworden.

Wie bist Du auf diese Ausbildungsmöglichkeit aufmerksam geworden?

Auf die Ausbildung bei der Sparkasse Elbe-Elster bin ich durch die „Generaldirektion für Innovation, Arbeit, Industrie und Handel“ von meiner Heimatstadt La Rioja aufmerksam geworden.

Wie sah deine Bewerbungsphase aus und wie lief es dann ab?

Neben meinem Studium hatte ich einen Job an der Uni und auch einen Praktikumsplatz bei einer spanischen Bank in La Rioja, als mir mein Vorgesetzter eines Tages die Information gab, dass es beim „Amt für die Vermittlung von Ausbildungsplätzen“ eine Ausschreibung für eine interessante Ausbildung in Deutschland gab. Die Bewerbungsfrist endete aber am nächsten Tag. …also Safae!!!…einfach erstmal anmelden… dann sehen wir weiter.

Nach ca. zwei Wochen erhielt ich eine Einladung zu einem Interview. Es fand mit Vertretern von Europass Berlin statt und dauerte mehr als eine Stunde. Am Ende erhielt ich den Auftrag, bis zum nächsten Tag eine Präsentation über meinen Lebenslauf zu schreiben, und zwar in spanisch, englisch und deutsch!!!

Meine Arbeit bei der Bank endete um 14.30Uhr. Danach begann mein Unterricht an der Uni, bis 19.00Uhr, von 19.00-21.00Uhr der Job an der Uni und um 23.00Uhr war ich zu Hause und begann die Bewerbung und die Präsentation zu schreiben. Um fünf Uhr morgens hatte ich es geschafft…ich hielt die drei Briefe in der Hand, in englisch, in spanisch und in deutsch!!!

Es vergingen ca. weitere vier Wochen, als ich das erste Mal via Skype Herrn Sawkin, den Personalleiter der Sparkasse Elbe-Elster, kennen lernte. Der erste persönliche Kontakt fand dann im April 2016 in La Coruna statt, elf Bahnstunden von meiner Heimatstadt entfernt. Wir waren insgesamt vier Bewerber, ein Junge und drei Mädchen, die sich den Fragen von Herrn Riecke, der Vorstand der Sparkasse Elbe-Elster, und Herrn Sawkin stellten. Wenig später erhielt ich dann die Einladung, für drei Tage nach Finsterwalde zu kommen und daraufhin  eine E-Mail, dass ich die Ausbildung bei der Sparkasse Elbe-Elster machen darf. Seit dem 17. Mai 2016 bin ich nun in Deutschland.

Was sind Deine Wünsche und Ziele für die Ausbildung und Deine Zukunft?

Ich möchte die Ausbildung gern erfolgreich absolvieren, die deutsche Sprache erlernen und eine gute Beziehung mit der deutschen Kultur und den Menschen haben. Wichtig ist auch für mich, gute Arbeit für unsere Sparkasse zu leisten.

Was war Deine Motivation diese Ausbildung hier in Deutschland zu machen?

Meine Motivation war, nach meinem Studium etwas Außergewöhnliches zu machen. Zuerst wollte ich meinen Master machen und eine Arbeit in meinem Land finden. Aber das wäre der einfache Weg gewesen. Mit 21 Jahren möchte ich neue Dinge tun, versuchen, neue Sprachen neue Kulturen, neue Herausforderungen erleben.

Wie war es für Dich deine Heimat zu verlassen und fandest du schnell Freunde?

Die Heimat, die Familie und die Freunde zu verlassen, ist das Schwierigste. Am Anfang vermisst man alles nur ein bisschen, weil es viele neue, spannende Eindrücke gibt. Wenn dann aber der Alltag beginnt, wird das Heimweh immer größer und es ist sehr hart.

Ich bedanke mich, dass ich von Anfang an in einer deutschen Gastfamilie sein konnte. Das war eine große Hilfe, auch beim Lernen der Sprache. Dank meiner Gastfamilie habe ich leichter Kontakt zu anderen deutschen Menschen gefunden und fühle mich dadurch sicherer in dem noch fremden Land.

Was waren die größten Probleme?

Ich denke, das größte Problem ist die Sprachbarriere. Ich bin immer offen, Neues zu probieren und neue Dinge zu machen. Aber die Sprache macht, dass man sich nicht ausdrücken kann, was man gerne möchte. Aber es wird immer besser. Manchmal wünsche ich mir etwas mehr Geduld bei meinen Gesprächspartnern. Sie denken mitunter, ich hätte keine Kompetenz, dabei fällt mir nur gerade das deutsche Wort nicht ein.

Welche Perspektiven bietet Dir die Ausbildung?

Durch mein bereits in Spanien abgeschlossenes BWL-Studium und nun die Ausbildung hier, denke ich, dass mir viele Wege in unserem Unternehmen offen stehen werden.

Wie verlief die Anfangszeit und wie funktionierte die Kommunikation am Anfang?

Am Anfang hatte ich parallel zum Sprachunterricht ein Praktikum in der Geschäftsstelle in Doberlug. Die Kollegen dort haben mich sehr herzlich aufgenommen und immer unterstützt. Wie die Kommunikation funktionierte?  Na klar … mit Händen und Füßen 😉

Könntest du Dir vorstellen nach der Ausbildung hier zu bleiben? Und warum? Oder warum nicht?

Nach meiner Ausbildung möchte ich natürlich gern hier bleiben. Wenn man drei Jahre investiert und so eine schwere Sprache lernt, dann geht man nicht einfach so wieder nach Hause zurück.

Würdest Du die Ausbildung nochmal machen oder weiterempfehlen?

Ich würde es wieder machen und ich würde es auch weiter empfehlen….aber ich würde darauf hinweisen, dass es manchmal sehr, sehr schwer ist, in einem fremden Land ohne Familie und die Freunde zu sein.

Wie Ihr seht gefällt es Safae hier in Deutschland wirklich sehr gut und sie hat sich bereits super eingelebt. Vielleicht trefft Ihr sie ja auch mal in einer unserer Geschäftsstellen oder Ihr werdet selbst Auszubildender bei der Sparkasse.  Lernt sie und die anderen Auszubildenden kennen 😉

Aber bis dahin …

Adios! Auf Wiedersehen! Good Bye!

Eure Sina

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