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Auflegen 💳 statt abheben 💸: Mein (fast) bargeldloser Urlaub in der Ukraine

Den Jahresurlaub planen gehört wahrscheinlich zu den schönsten Aufgaben, die man sich im Arbeitsalltag vorstellen kann. Wann will man mal weg? Wo soll es hingehen und wie viel darf es kosten? Wenn ich ehrlich bin, bin ich heil froh, wenn ich das hinter mich gebracht habe. Doch dann die nächste Hürde: Welche Währung hat das Zielland? Wie viel Geld muss ich eintauschen oder gibt es eventuell eine Alternative?

Mein Highlight der Reisen führte mich bisher in Richtung Osten. Ein Hauch Russland streifte dort durch die Straße. Doch die Bewohner wollten alles andere als mit Russland verglichen werden. Die Rede ist von der Ukraine. Direkt in Kiew, am Platz der Unabhängigkeit, hatte ich ein Appartement gemietet. Ich fühlte mich ein wenig fehl am Platz, da es in der Straße ausschließlich Läden wie Prada, Louis Vuitton und Salvatore Ferragamo gab und die parkenden Autos sich an deren Preisklasse anpassten. In meinem Apartment wurde ich dann das erste Mal mit einer Zahlungsaufforderung konfrontiert. Der Eigentümer bot mir an, dass ich zur nächsten Wechselstube gehen oder den nächstgelegenen Automaten nutzen kann. Doch eigentlich bevorzugte er eine ganz andere Zahlmethode: Die Kreditkartenzahlung.

Platz der Unabhängigkeit

Es lag glaube an meinen Vorurteilen gegenüber den östlichen Ländern, doch ich war sehr überrascht. Natürlich wechselte die Ãœberraschung schnell in Begeisterung, da ich kein Geld abheben oder tauschen musste. Und so ging ich auf seinen Vorschlag ein. Nicht allzu lange Zeit später packte ich meine Krempel zusammen und wollte die City erkunden und holte dann doch noch schnell ein wenig Geld vom Automaten (um auf Nummer sicher zu gehen 😉). Da kam ich doch glatt an einem Eiswagen vorbei. Die nette Frau machte dieses tolle gerollte Eis auf der kalten Platte. Und da es im Sommer wirklich sehr warm in der Ukraine ist, machte ich einfach einen Zwischenstopp an ihrem Wagen. 15 Hrywnja (umgerechnet ca. 60ct) wollte die Junge Frau für das Eis haben. Als ich bezahlen wollte, hielt sie mir ein Kartenzahlungsgerät entgegen und ich war wieder mal erstaunt über diesen Fortschritt selbst am Eisstand.

Geigerzähler in Tschernobyl

Am nächsten Tag ging es zum Hauptprogrammpunkt der Reise. Denn ich wollte mich in die Sperrzone des havarierten Atomkraftwerks Tschernobyl begeben. Es wurde alles vorab geplant und gebucht, gezahlt wurde jedoch erst am Treffpunkt beim Einsteigen in den Bus. Und auch hier: “Please insert your Card”. Teilweise fühlte sich die Ukraine fortschrittlicher als die eigene Heimat an. Die Tour ging fünft Stunden durch das Gebiet rund um Tschernobyl und Prypjat, welches in den vergangenen 30 Jahren immer weiter von der Natur zurückerobert wurde. Letztendlich stand ich direkt vor dem verunglückten Block 4 und seinem gigantischen Sarkophag. Drei dosimetrische Kontrollen später verließen wir das Sperrgebiet und kamen an einen kleinen Souvenirshop, welcher sich am Rand der Sperrzone angesiedelt hat. Ihr werdet es schon ahnen können…auch hier wurde die Kreditkarte akzeptiert.

Metro in Kiew

Theoretisch hätte ich also kein Geld am Geldautomaten in Kiew holen müssen. Im Supermarkt, im Restaurant, selbst am Souvenirstand am Rand der Sperrzone von Tschernobyl konnte man mit der Karte zahlen, und das auch zu einem besseren Kurs, als man ihn bei uns im Inland bekommen hätte. Einzig und allein die Metro, mit welcher man sich in Kiew fortbewegen konnte, musste Bar gezahlt werden. Doch das waren auch nur 8 Hrywnja, was gerade mal 30 Cent waren. Daher bekam der freundliche Kellner am letzten Tag ein ordentliches Trinkgeld.

Ich hätte niemals geglaubt, das Kiew so eine schöne Stadt ist und das man dort so viel sehen und erleben kann. Für 2020 ist auf jeden Fall eine weitere Reise in diese atemberaubende Stadt geplant. Und durch den Urlaub in der Ukraine habe ich eins gelernt: Verreist wird nur noch mit der Kreditkarte!

Welche Länder habt Ihr schon besucht und was habt Ihr für Erfahrungen mit dem Bezahlen im Ausland gemacht? Lasst es mich wissen und hinterlasst einfach unter diesem Blogbeitrag einen Kommentar 🙂

In diesem Sinne,
euer Nico

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