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Von der Ostseeküste in den Landkreis Elbe-Elster

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Hallo, Hallo!

Ich melde mich mal wieder zurück und möchte Euch heute gerne erzählen wie ich von der wunderschönen Ostseeküste hier, nach Finsterwalde, in den familiären Landkreis Elbe-Elster gekommen bin.

Nach meinem Abitur bin ich ins Ausland gegangen. Das habt Ihr ja schon in meinem vorherigen Blogeintrag sehen können. Wie dem auch sei, bin ich dementsprechend viel durch die Welt gekommen und wollte für mich endlich einen Ort finden, an dem ich mich auch richtig „zu Hause“ fühlen konnte. Und das nicht nur für einen kurzen Zeitraum, sondern auch langfristig. Das heißt um Euch zu erklären, warum es der Elbe-Elster Landkreis wurde, muss ich bei meinen Reisen anfangen. Also nehmt Euch noch eine Tasse Tee dazu oder einen Kaffee und lehnt Euch schön zurück. Das kann jetzt ein Weilchen dauern 🙂 :

Es war das Jahr 2017, haha Spaß, so lange ist es ja jetzt auch noch nicht her. Aber 2017 hatte ich mein Abi fertig abgeschlossen. Ich wollte nicht gleich mit einem Studium anfangen, wollte aber auch nicht zu Hause rumsitzen und Nichts machen. So entschloss ich mich, nach meinem Abitur, für ein Jahr in die USA zu gehen. Leute, ich kann gar nicht aufhören von dem Jahr zu schwärmen, aber es war definitiv die richtige Entscheidung und ich habe es nie bereut. Als Au-pair (Babysitter, der mit der Familie zusammenwohnt) hatte ich die tollste Familie überhaupt. Sie haben mich aufgenommen, als einen Teil der Familie, und die Kinder waren oft anstrengend, aber überwiegend super schnuckelig und einfach nicht mehr aus meinem Leben weg zu denken. Ich habe auch heute noch regelmäßigen Kontakt mit der Familie und den Kindern. Zudem bin ich, in dem Jahr in Amerika, auch viel umhergereist – sehr oft auch nur kurze Wochenend-Trips. So konnte ich Orte wie Los Angeles in Kalifornien oder New York in New York bereisen. Ich war in meinem ganzen Jahr in 15 Staaten, darunter auch Texas, Hawaii und Alaska, unterwegs. Ihr seht, ich bin kreuz und quer durch Amerika gereist. Und konnte gar nicht genug zu sehen bekommen.

Nach meinen Reisen in den Staaten ging es dann weiter für mich nach Vietnam. Asien. Ein ganz anderer Kontinent. Wenn man in den USA lebt für ein Jahr, einem sehr wohlhabenden Land, dann ist es eine sehr krasse Umstellung in ein sehr bescheidenes Land zu gehen, wo Menschen unter nicht ganz so guten Umständen wie in Deutschland oder Amerika leben. Dort habe ich vier Monate lang die Kultur und Sitten des Landes meiner Mutter besser kennengelernt und freiwilligen Arbeit geleistet. In Vietnam sind schon kleine Summen Geld sehr viel wert. Das Land hat immerhin eine Währung, die weniger wert ist als der Euro, und somit für uns sehr gut zum shoppen. Folglich ist jeder kleine Euro, für uns, schon eine große Geldsumme für Sie (1€ = 25.000 Dong). Aber auch mit nur einem Lächeln kann man Menschen sehr glücklich machen. So habe ich ausgeholfen in Krankenhäusern Reissuppe auszugeben (davor haben wir diese gemeinsam in einer Gruppe gekocht) oder eine Schule zu bauen, in einem kleinen Dorf, außerhalb der Großstadt Hanoi.
Kleine Trips, in andere Teile Vietnams, und eine Reise nach Thailand (in ein Buddhistisches Retreat) waren dann aber auch mit drin. Da auch in Vietnam gibt es große Unterschiede zwischen dem Norden und dem Süden. Das fängt schon bei Kleinigkeiten an wie dem Wetter oder der Aussprache.

Bereits in Vietnam habe ich dann angefangen eine kleine Europa-Reise zu planen. Das Ganze sollte eine Backpacker-Tour (Rucksackreise) werden, da Reisen auch sehr teuer sind. Mit nur einem Rucksack also, sind mein Freund und ich dann sechs Wochen lang durch Europa gereist. Und Eins sag ich Euch: versucht erstmal einen Rucksack, der nur die Größe eines Handgepäckskoffers haben darf, mit allem Wichtigen zu packen, für unterschiedlichste Wettersituationen, für sechs Wochen… Das war gar nicht so einfach. Wir waren in den 16 Großstädten Europas die man nicht missen will. Darunter waren Amsterdam, Barcelona, Istanbul und Dublin. Alles wunderschöne Städte und super nette Landsleute. Es hat so viel Spaß gemacht so viele neue Bekanntschaften zu machen. Es war so aufregend.

Das ganze Reisen ist jedoch auch sehr, sehr anstrengend. Ermüdend kann man fast sagen. Es ist suuuuper schön neue Orte zu entdecken und fremde Kulturen zu erforschen, aber man muss oder besser gesagt für mich war dann auch irgendwann der Punkt erreicht, wo ich mich einfach nur noch „zu Hause“ fühlen wollte. Ich wollte einen Platz finden, an dem ich mir vorstellen könnte alt zu werden und natürlich weiß ich, dass sich das jetzt suuuper komisch anhört. Aber durchs Reisen wird man vielleicht auch einfach schneller Reif. Ich konnte so viel in meinen noch jungen Jahren lernen und persönlich hatte ich einfach das Gefühl, das ich ein Heim für mich finden wollte.

So habe ich angefangen nach dualen Studienplätzen zu suchen auf der Sparkassen Website. Es gab soo viele Studienplätze und die meisten der Städte kannte ich gar nicht. Irgendwann bin ich dann auf Finsterwalde gestoßen. Und Vielen sagt der Ort vielleicht nichts, aber für mich hatte dieser Ort eine Bedeutung.

Als meine Großmutter gestorben ist, ist meine Mutter mehr und mehr in den Buddhismus gegangen. Sie ist öfter mal zur Pagode gegangen. An Wochenenden hat sie auch irgendwann angefangen meinen Bruder und mich mitzunehmen. Zuerst war ich nicht sehr begeistert vom Buddhismus, weil ich am Anfang nicht verstehen konnte worum es geht und es wie eine strenge Religion für mich rüberkam. Aber dann hat meine Mutter mich noch an andere Orte mitgenommen, die den Buddhismus praktizieren. Aber nicht nach strikten Regeln, sondern mehr wie eine Art und Weise zu leben um „Happiness“ im Leben zu erreichen. So war einer der ersten solcher Mönche den ich traf, ein Mönch, der jetzt in Pechütte, Finsterwalde, lebt. Er ist ursprünglich aus Vietnam und als ich ihm begegnete strahlte er eine solche Ruhe und Glückseligkeit aus, die auf einen Selbst überspringt. Damals war ich 14 Jahre alt. Er hatte mir gezeigt, dass um den Buddhismus zu praktizieren, es nicht wichtig ist strengen Regeln zu folgen. Mehr noch zeigte er mir, das alles, auf unserem Weg zum Glück, Übungen sind. Übungen, die man manchmal auch versagen wird. Aber solange wir immer unser Bestes geben, Glück für Uns und Andere zu erlangen, ist dieses auch Okay. Jetzt habe ich mich schon wieder verplappert und unnötig viel geschrieben. Ich hoffe Ihr versteht, was ich versuche zu sagen. Den Ort kannte ich schon und hatte auch eine besondere Bindung und ein solch starkes Bauchgefühl, dass es Finsterwalde für mich werden musste.

Für mich strahlt Finsterwalde eine Ruhe und einen Frieden aus – die Menschen sind immer alle freundlich und umsichtig gewesen, auch jedes Mal, wenn ich hier war, schien die Sonne einfach nur wie ein Schicksalsschlag. Deswegen habe ich die Sparkasse Elbe-Elster als den Favoriten unter meinen Bewerbungen markiert. Und bis heute bereue ich die Entscheidung nicht. Jeden Tag überzeugt mich die Stadt und mein Arbeitsplatz aufs Neue, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Und das ist der Weg, wie ich Hier hergekommen bin.

Das war jetzt einmal ein wirklich sehr, sehr langer Beitrag. Und wer es bis hierher geschafft hat, gebe ich größten Respekt – Ihr kennt mich jetzt ein ganzes Stückchen besser als viele Andere. Wenn Ihr noch Fragen habt, zur Sparkasse Elbe-Elster oder zu meinen Reisen, fragt gerne noch weiter. Ich teile meine Geschichte sehr gerne mit Euch.

Bis zum nächsten Blogeintrag dann! Eure Jenny 😉

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